In Kürze geht es los in den Sprachaufenthalt. Bitte lies diese Informationen sorgfältig durch, damit die Reise und dein Aufenthalt in Kanada möglichst problemlos vonstattengeht. Bei Fragen oder Unklarheiten kontaktiere bitte das BIKU-Team.
Reiseinformationen Kanada
Einreise
Für die Einreise nach Kanada müssen Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Besitz eines gültigen Passes sein. Für Aufenthalte bis zu 6 Monaten ist kein Visum erforderlich, jedoch ist eine rechtzeitige eTA-Registrierung nötig. Minderjährigen Personen empfehlen wir das Mitführen eines Consent to Travel.
Am Zoll kann man zum Vorweisen des Tickets für die Rück- oder Weiterreise sowie eines Belegs für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts aufgefordert werden. Die Einreise kann sonst verweigert werden.
Electronic Travel Authorization (eTA)
Um das Online Formular ausfüllen zu können, benötigst du folgende Unterlagen:
- einen gültigen Reisepass aus einem visafreien Land
- Kreditkarte: Visa, MasterCard und American Express werden akzeptiert.
- Die Bearbeitungsgebühr für den eTA-Antrag beträgt ca. CAD 7.
- gültige E-Mail-Adresse
Wichtig: Drucke die Genehmigung gleich aus! Nimm eine Kopie der Bestätigung der Bewilligung auf deine Reise mit. Die Einreisegenehmigung wird dem Antragsteller in den meisten Fällen innerhalb weniger Sekunden elektronisch erteilt und bleibt 5 Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses gültig, je nachdem, was zuerst eintritt.
Zahlungsmittel
In Kanada wird mit dem kanadischen Dollar bezahlt. Als Reisegeld eignen sich besonders (Prepaid-)Kreditkarten von Neo-Banken (Revolut, neon, Wise, Yuh, etc.) sowie moderne Mobile-Payment-Lösungen (z. B. Apple Pay). EC-Karten werden zwar akzeptiert, sind aber oft mit höheren Gebühren verbunden. Es wird empfohlen, nicht zu viel Bargeld auf sich zu tragen.
Trinkgeld
Trinkgeld wird in Kanada, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, erwartet. Und dies nicht nur in Restaurants, sondern auch bei anderen Dienstleistern wie Taxifahrer, Friseure, usw. Üblich sind ca. 15-20%.
Strom/Adapter
Kanada verfügt über 120 Volt (60Hz) Wechselstrom. Man benötigt einen Adapter, welchen man in einem Elektrofachgeschäft finden kann.
Gesundheitsinfrastruktur
Die medizinische Versorgung ist gewährleistet, aber Krankenhausaufenthalte sind wesentlich teurer als in der Schweiz. Erkundige dich bei deiner Krankenkasse, ob du ausreichend versichert bist und schliesse falls notwendig eine Zusatzversicherung für die Zeit deines Sprachaufenthaltes ab. Überprüfe zudem die Leistungen deiner Reiseannullationsversicherung. Besuche HealthyTravel, um die Impfempfehlungen und -pflichten zu überprüfen.
Verkehr/Automiete
Der Schweizerische Führerausweis ist anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich einen internationalen Führerausweis zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist beim Strassenverkehrsamt erhältlich. Beachte, dass das Vorweisen des internationalen Führerscheines in Verbindung mit deinem nationalen Führerschein in einigen Provinzen (z.B. in Alberta) obligatorisch ist.
Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Vermietungsunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren. Der Fahrer muss den Führerschein bereits seit mindestens 1 Jahr besitzen.
Öffentlicher Verkehr
Viele Städte in Kanada verfügen über ein effizientes öffentliches Verkehrssystem, das es Besuchern leicht macht, die jeweilige Stadt ganz individuell und flexibel zu erkunden. Hauptsächlich decken Busse das städtische Netz ab, aber es gibt auch Strassenbahnen, U-Bahnen, Seebusse und Züge. In den kanadischen Grossstädten gibt es Metro- oder Schnellbahnverkehr, so z. B. in Vancouver (SkyTrain), Calgary (CTrain) und Toronto (Subway).
Klima
Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen, vom Polarklima bis zum gemässigten Klima. Überwiegend bestimmt das boreale Klima mit langen, kalten Wintern und kurzen, heissen Sommern den grösseren Teil Kanadas. An der Westküste findet man maritimes Klima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte, vom Ozean kommende, Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet.
Volljährigkeit
Die Volljährigkeit erlangt man in Kanada je nach Provinz mit 18 bzw. 19 Jahren. In folgenden Provinzen gilt das höhere Alter: British Columbia, New Brunswick, Neufundland und Labrador, Nordwest-Territorien, Yukon, Nova Scotia, Nunavut.
Notfallnummern
Die kanadische Notrufnummer 911 ist für alle Notfälle (Polizei, Feuerwehr, Rettung) gültig und funktioniert in ganz Nordamerika.
Schweizer Botschaft/Konsulat
Die entsprechenden Informationen und Adressen findet man auf der Webseite des EDA.
Wir empfehlen, die App "Travel Admin" des EDA herunterzuladen:
Generelle Informationen
Absenzen
Abwesenheiten sind so gut wie möglich zu vermeiden. Falls man den Unterricht aus irgendeinem Grund (z.B. Krankheit) nicht besuchen kann, ist eine Abmeldung bei der Schule nötig. Beachte bitte, dass einige Länder eine geregelte Anwesenheitspflicht haben, um die Visa-Genehmigung nicht zu verlieren (meist mind. 80%). Auch können Sprachschulen die Ausstellung eines Zertifikates verweigern, wenn man zu oft gefehlt hat.
Krankheit
Solltest du während dem Aufenthalt krank werden, informiere die Gastfamilie und/oder die Schule. Sowohl die Gasteltern als auch die Schule können bei der Arztsuche behilflich sein. Wichtig ist, dass alle Quittungen für die Krankenkasse aufgehoben werden.
Taschengeld
Wer eine Unterkunft mit Halbpension gebucht hat, benötigt meist nur noch Geld für das Mittagessen, öV-Abos, die Freizeit und Ausflüge mit der Schule. Wir empfehlen in diesem Fall, je nach Destination mit 150.- bis 250.- CHF pro Woche zu rechnen. Nicht enthalten darin sind private Shoppingeinkäufe und andere Freizeitaktivitäten. Wer eine Unterkunft ohne Mahlzeiten gebucht hat, muss entsprechend mehr für das Essen einplanen.
Alkohol- und Drogenkonsum
In Kanada hängt das Mindestalter für Alkoholkonsum von der jeweiligen Provinz oder dem Territorium ab und liegt bei 18 Jahren (Alberta, Manitoba und Québec) oder 19 Jahren (alle übrigen Provinzen). Minderjährigen ist das Trinken von alkoholischen Getränken untersagt. Der Konsum von Drogen ist für alle Teilnehmenden verboten. Wer gegen Gesetze und Schulregeln verstösst, muss mit einer Anzeige rechnen sowie die Rückreise per sofort auf eigene Kosten antreten.
Informationen Unterkunft
Selbst organisierte Unterkunft
Wenn du deine Unterkunft selbst organisiert hast, bitten wir dich, uns und der Schule die Adresse für Notfälle mitzuteilen. Besten Dank.
Unterkunft in der Residenz/Wohnung/WG/Hotel
Prüfe bitte deine Unterlagen bezüglich der Check-In Zeiten und der Schlüsselübergabe. Bitte informiere dich vor Ort über die Regeln der Unterkunft. Beachte vor allem die Besuchszeiten, während denen man Freunde bei sich haben darf. Trage Sorge zu der Einrichtung, damit die Kaution am Ende des Aufenthaltes wieder ausbezahlt werden kann.
Unterkunft in Gastfamilie
Wenn du in einer Gastfamilie wohnen wirst, bitten wir dich, deine Gastgeber spätestens 3 Tage vor Anreise zu kontaktieren (am besten telefonisch oder per Whatsapp, da viele E-Mails im Spamordner landen). Stelle dich der Familie kurz vor und bestätige ihnen die geplante Ankunftszeit.
Verhalten in der Gastfamilie
Die Gastfamilie freut sich auf dich. Sei offen für Neues und habe vor allem keine Angst vor dem Sprechen. Die Unterbringung in einer Gastfamilie ist die beste Gelegenheit, deine Sprachkenntnisse auch nach dem Schulunterricht anzuwenden und zu verbessern. Nutze diese Chance!
Wie in jeder Familie gibt es Regeln, welche eingehalten werden müssen. Bitte sprich dich mit deiner Gastfamilie ab. Generell gilt, dass man sich bei der Gastfamilie für das gemeinsame Essen abmeldet, falls man auswärts essen sollte. Es findet keine pro-rata Rückerstattung von nicht konsumierten Mahlzeiten statt.
Informiere deine Gastgeber, wenn du erst spät nach Hause kommst (Minderjährige haben die Ausgangszeiten strikt einzuhalten!). Respektiere bitte in jedem Fall die Nachtruhe. Bedenke immer, dass die meisten Gasteltern am Morgen zur Arbeit müssen. Beachte auch, dass eine Gastfamilie kein Hotel ist! Eine tägliche Reinigung kann nicht erwartet werden und auch hinsichtlich Essen gibt es Unterschiede zu dem, was man sich von zuhause gewöhnt ist.
Es ist zur Einrichtung Sorge zu tragen und das Zimmer in einwandfreiem Zustand zu hinterlassen. Die Mithilfe im Haushalt ist nicht obligatorisch, jedoch gehört es zum guten Ton, Hilfe bei Kleinigkeiten anzubieten (z.B. Tisch decken oder abräumen).
Waschen in der Gastfamilie
In der Gastfamilie kann in der Regel eine Ladung Wäsche pro Woche gewaschen werden. Einige Gastfamilien übernehmen dies, in anderen Familien muss dies selbstständig erledigt werden. Erkundige dich bei der Ankunft in der Familie. Die Bettwäsche und die im Haus verwendete Frottierwäsche werden von der Gastfamilie zur Verfügung gestellt und gewaschen. Für Sport und Freizeit muss man eigene Frottierwäsche mitnehmen.
Generelles zur Gastfamilie
Die Gastfamilien werden vom Schulpersonal sorgfältig ausgewählt und regelmässig überprüft. Das zuständige Schulpersonal kennt deine Gastfamilie persönlich. Beim Begriff “Gastfamilie“ ist es wichtig anzufügen, dass es sich hier nicht notwendigerweise um Familien im "traditionellen" Sinn handeln muss. Es können dies jüngere oder ältere Paare wie auch alleinstehende Personen mit oder ohne Kinder sein. Die meisten Familien haben zudem Haustiere.
Die Gastfamilien befinden sich in Wohnquartieren, d.h. nicht immer in Schulnähe. Man ist in der Regel auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die Fahrzeit zwischen Gastfamilie und Schule kann durchaus 30-45 Minuten und in Grossstädten bis zu 60 Minuten betragen. Die Schule wird dich über die Möglichkeit des Bezuges von Abos informieren.
Ansprechperson bei Problemen
Wenn irgendwelche Probleme auftauchen, versuche zuerst mit der Gastfamilie zu sprechen. Bitte beachte, dass die Standards der Häuser in den meisten Ländern nicht mit der Schweiz zu vergleichen sind! Auch sind Hygienestandards nicht für alle gleich und das Wärme- und Kälteempfinden ist für viele anders. Sprich deshalb deine Gastfamilie an, wenn du z.B. kalt hast. Kann dir die Familie nicht helfen, melden dich bitte sofort bei der Schule. Die Mitarbeitenden sind für dich da und sind bemüht, dass dein Aufenthalt so angenehm wie möglich verläuft. Warte auch nicht zu lange ab, bis du Unstimmigkeiten meldest. Nicht nur der Unterricht, sondern auch das Wohlbefinden in der Unterkunft ist ein wichtiger Bestandteil für einen erfolgreichen Sprachaufenthalt. Sollte die Schule nicht weiterhelfen können oder sprachliche Barrieren bestehen, bist du verpflichtet unverzüglich das BIKU-Team zu kontaktieren. Wir kennen die Leute vor Ort persönlich und setzen uns für eine Problemlösung für dich ein. Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung sind spätere Ansprüche ausgeschlossen.
Packliste
Was sollte man auf die Reise mitnehmen?
- Reisepass / Personalausweis (je nach Destination), sowie allenfalls Visumsunterlagen
- Versicherungsunterlagen (Krankenkassenkarte, Reiseversicherung, etc.)
- Taschengeld (Karten von Vorteil (z.B. Revolut), Bargeld sollte nur wenig mitgenommen werden)
- Buchungsunterlagen / Adresse der Unterkunft
- Kleider für jedes Wetter (bei Gastfamilie kann i.d.R. einmal wöchentlich gewaschen werden)
- Sportkleidung und -schuhe, wenn man an Sportangeboten der Schule teilnehmen möchten
- Sonnencreme und Sonnenbrille (insbesondere bei Aufenthalten im Süden oder am Meer)
- Einen Regenmantel oder Regenschirm (nur für den Fall!)
- Führerschein, wenn man Auto fahren möchten (evtl. internationaler Ausweis nötig)
- Reiseapotheke (neben persönlichen Medikamenten z. B. Pflaster, Schmerzmittel etc.)
- Schreibwaren (Stifte, Marker usw.)
- Ein Badetuch und Badesachen, falls man vorhat, ins Schwimmbad / an den Strand zu gehen
- Mobiltelefon (beim Anbieter klären, ob Auslandpakete angeboten werden)
- Einen Netzadapter und Ladegeräte für elektronischen Geräte
- Ein Tablet / iPad / Laptop (i.d.R. freiwillig)
- Evtl. Gastgeschenk (z.B. Schokolade)
- Minderjährige: Consent to Travel (Reiseerlaubnis der Eltern)